Für Wakan,

Du kamst auf leisen Pfoten, brachtest Licht in meine Schatten.

Dein Herz war mein Kompass,

dein Blick mein Morgenstern.

Dein Weg war mein Erwachen.

In deiner Liebe fand ich mich. 

Deine Liebe  wurde zu meinem  Mut.

Du hast mich gelehrt, wieder auf zu stehen,

 zu fühlen, wenn es weh tut, und zu leuchten, wenn die Welt dunkel scheint.

Dein Herz schlägt weiter in meinem eigenen.

In jedem Schritt, den ich gehe, in jeder Seele, die ich begleite, in jedem Licht, das ich entzünde.

Du hast mich gelehrt, dass Heilung beginnt ,wo Liebe den Weg kennt.

 

 

Hier erzähle ich von der göttlich geführten Verbindung mit meiner Heiler-Seele Wakan, der nun nicht mehr in dieser Welt lebt – und doch in meinem Herzen weiterwirkt.

Er kam in einer schweren Zeit als kleiner Welpe zu mir. Schon damals führte er mich, hielt Wache über mich. Ein Pycol – Herdenschutzhund und Hütehund – und doch so viel mehr: ein Gefährte, ein Lehrer, ein Spiegel meiner Seele.

Durch ihn lernte ich, der Führung zu vertrauen. Mit seiner Hilfe löste sich meine Angst vor der Dunkelheit. Stück für Stück wuchsen wir zusammen, und ich fand zurück zu meiner wilden Natur. Dadurch wurde ich stärker, vertraute mir selbst immer tiefer, und mein inneres Licht begann zu wachsen.

Wir liebten unsere nächtlichen Spaziergänge über die Felder – ohne Taschenlampe. Die Dunkelheit wurde zu meiner Freundin. In ihr fühlte ich mich gehalten, sicher, liebevoll geführt. Je mehr ich mich ihr öffnete, desto mehr löste sich die Angst. Einmal flog ein Uhu fast lautlos über uns hinweg – ein großer, schattenhafter Bote. In diesem Moment wusste ich: Liebevolle Kräfte und die Macht meiner Ahnen begleiten mich.

In einem Winterurlaub in den Bergen verirrten wir uns in einem Schneesturm. Schnee bis über die Knie, das ferne Grollen von Lawinen. Obwohl wir nicht weit vom Haus entfernt waren, verlor  ich die Orientierung, ich sah nur noch Schneeflocken die umher wirbelten  und nur noch Weiß.

Dort begegnete ich einer tiefen Angst – und der Sorge um Wakan. Zwei Monate zuvor hatte er eine schwere Operation überstanden: Ein Blasenstein von 100 Gramm und etwa 5 cm Durchmesser wurde entfernt. Sein Leben hing damals am seidenen Faden.

Ich möchte an dieser Stelle sagen: Unsere Tiere tragen unsere Gefühle. Sie nehmen auf, transformieren, halten. Auch Wakan trug meine Ängste und Traurigkeiten all die Jahre in sich.

Mein Handy hatte keinen Empfang. Ich bat die geistige, göttliche Welt um Hilfe. Und dann – rief mein Freund an. Wir wurden liebevoll nach Hause geführt. Um kein Trauma zurückzubehalten, nahmen wir einige Tage Bachblüten 5 Flower . Danach war wieder Frieden in uns.

13,9 Jahre -  ( 139 die Zahl der aufgestiegenen Meister ,13.9 auch mein Geburtstag) - gingen wir gemeinsam durchs Leben. Felder bei Tag und Nacht, Berge und Meer, Wälder und Flüsse, steinige Wege, Matsch, Regen, Pfützen, Sturm. Wir gingen alles zusammen.

Und dann wurden unsere Wege kürzer. Bis zu seinem letzten Weg.

Mit einer würdevollen Zeremonie, wie es einem „Krieger des Lichts“ gebührt, verabschiedeten wir uns.

In tiefer Dankbarkeit – und im Wissen, dass uns immer göttliche Wesen zur Seite stehen – setze ich ihm hiermit ein Denkmal.